OMNIBotics "Knieroboter"

Patienten-spezifische Positionierung der Knie-Implantate

Der Knie-Roboter 2.0

Wir haben uns bereits sehr früh mit dem Thema Robotik bei den Knie-Operationen beschäftig und seit 2021 eines der besten Mini-Roboter-Systeme im Einsatz. Allerdings hat sich nicht nur in unserer Erfahrung gezeigt, dass sich hier die postoperativen Ergebnisse nicht von denen unterscheiden bei denen nach herkömmlicher Art operiert wurde. Dies bestätigen mittlerweile eine ganze Reihe von großen wissenschaftlichen Studien, die zu den gleichen Ergebnissen gekommen sind. Rein technologisch sehr innovativ und die Implantate können mit erhöhter Präzision eingebracht werden, allerdings ist die postoperative Patientenzufriedenheit nicht höher als bei den konventionell operierten Patienten.

In diesem Zusammenhang ist eine kleiner Studie sehr interessant. Bei dieser Untersuchung wurden alle Patienten an beiden Kniegelenken während einer Narkose operiert. Nach 3 Monaten waren 1/3 der Patienten mit dem Roboter-assistiertem Knie zufrieden, 1/3 der Patienten favourisierten das konventionelle operierte Kniegelenk und das letzte Drittel konnte keinen Unterschied feststellen.

In der Summe ist die Roboter-Technologie eine wichtige Innovation und gerade für Studien in Universitätskliniken von Bedeutung, allerdings sind diese sehr aufwendigen Systeme (Kosten bis zu 1 Millionen Euro) auf Dauer nur schwer finanzierbar, da sich die Krankenkassen nicht an den Kosten beteiligen und der Kostendruck in allen Kliniken nicht unverheblich ist.

Im Folgenden wollen wir Ihnen jedoch unser System vorstellen: 

Mit der Roboter-Technologien ist erstmalig eine dynamische Messung der Bandspannung möglich. Somit kann das Kniegelenk noch viel exakter analysiert und das Implantat auf das natürliche Knie anpasst werden.

Das Kniegelenk hat einen sehr komplexen Bandapparat und Bewegungsablauf. Zu Beginn der Operation wird mit strahlungsfreier Navigationstechnik das Kniegelenk in den Computer eingelesen. Sobald der Rechner ein exaktes anatomisches Modell digitalisiert hat kann er sämtliche verschiedene Implantate und Varianten simulieren und findet so die optimale Größe und Position des Implantats.

Für die notwendige Präzision in der Bearbeitung des Knochens sorgt dann der Mini-Roboter, der den Operateur während der gesamten OP unterstützt. Er verhindert auch, dass zu viel Knochen entfernt wird. Zudem schützt er wichtige Strukturen und erhöht somit die Sicherheit während der Operation.

Die 2. Generation von Robotern hat den entscheidenden Vorteil einer Echtzeitmessung der Bandspannung während der OP und somit einen entscheidenden Vorteil in der Positionierung der Prothese geschafft. Alle anderen bisherigen „Roboter“ auf dem Markt unterstützen diese Funktion nicht, sie berechnen den Bandspannungswert nur indirekt durch die Knochenposition und haben lediglich die exakte Bearbeitung des Knochens als Vorteil!

Von dieser neuen Technologie profitieren die Patienten gleich mehrfach: neben einer individuellen Anpassung des Implantates exakt auf sein Kniegelenk ist es insbesondere die gleichmäßige Spannung der Bänder, die für die Beweglichkeit und den optimalen Bewegungsablauf hauptverantwortlich sind.

FREUDE AN DER BEWEGUNG!

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